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Technische Daten Polypropylen (PP) - Rohrsysteme

Mechanische Eigenschaften


>Dichte 0,915 g / cm 3
>Zugfestigkeit 33 MPa
>Elastizitätsmodul 1450 MPa
>Längenausdehnungskoeffizient 0,16 mm / m °C
>Vicat - Erweichungstemperatur 103°C
>Thermische Leitfähigkeit 0,22 W / m °C
>Oberflächenwiderstand >10 13 Ohm

Zulassungen


Bei folgenden Zertifizierungsstellen ist das PP–H System zugelassen:


® KTW
® Germanischer Lloyd
® DIBt, Deutsches Institut für Bautechnik
® WRc, Water Byelaws Scheme
® Department of the Environment
® Department of Health and Social Security
® American Bureau of shipping
® Bureau Veritas
® Det Norske Veritas
 
Normen


Das PP-H System entspricht den folgenden Normen:

® DIN 8077
® DIN 8078
® DIN 16962
® DIN 3442
® DIN 3230
® DIN 2999
® ISO / DIS 15494


Rohrunterstützung

Häufig werden Rohre in abgehängten Rohrschellen geführt. Hierbei ist zu beachten, dass diese Methode ein Auslenken der Rohre bei Längenänderungen nicht verhindern kann. Deshalb müssen diese Konstruktionen möglichst stabil sein, dürfen aber dennoch die axiale Bewegung des Rohres nicht beeinträchtigen. Die metallischen Schellentypen dürfen keine scharfen Kanten oder Grate besitzen, die das Rohr beschädigen könnten.


Vorteile des PP-H Systems


Der Werkstoff PP-H

Alle unsere Rohre und Formteile werden aus dem Werkstoff PP-H (Polypropylen-Homopolymeri-sat) hergestellt. Der Werkstoff PP-H hat gegenüber anderen Polypropylen Werkstoffen (PP-R und PP-C) den Vorteil, dass er das größte Elastizitätsmodul und die größte Streckspannung besitzt. Diese Eigenschaften prädestinieren den Werkstoff PP-H für die Herstellung von Druckbeaufschlagten Rohrleitungssystemen.


Physiologische Unbedenklichkeit

Polypropylen entspricht in seiner Zusammensetzung den einschlägigen lebensmittelrechtlichen Bestimmungen (z.B. KTW). Weiterhin sind unsere PP-Rohre und -Formstücke auf Trinkwassertauglichkeit geprüft und zugelassen.


Verhalten von PP-H bei UV-Strahlung
Rohrleitungen aus PP-H sind nicht UV-stabilisiert und müssen daher entsprechend geschützt werden. Als wirksamer Schutz ist eine Rohrisolierung oder ein Schutzanstrich möglich. Da das PP-H nicht mit lichtstabilen Farbpigmenten versehen ist, kann es bei langjährigem Außeneinsatz zu einer Farbveränderung kommen.


Chemische Beständigkeit
Der Werkstoff PP-H gilt als hervorragend beständig gegenüber einer Vielzahl von Säuren und Laugen. Bedingt beständig ist Polypropylen für den Einsatz mit Kohlenwasserstoffen , Chlor und Ozon. Die chemische Beständigkeit ist jedoch von vielen Faktoren abhängig, wie z. B. der Betriebstemperatur, dem Betriebsdruck oder anderen Einflüssen. In Einzelfällen können Sie in unserer Beständigkeitsliste nachschlagen oder unsere Anwendungstechnik kontaktieren.


Anwendungen und Medien, für die Polypropylen hervorragend geeignet ist:

>Basen
>Säuren
>Trinkwasser, Seewasser, Reinstwasser


Temperatureinsatzbereich

Ein wesentlicher Vorteil, den der Werkstoff PP-H bietet, ist der große Temperatureinsatzbereich von 0°C bis +95°C.


Das niedrige Gewicht

PP-H Systeme wiegen nur die Hälfte im Vergleich zu Kupferrohrinstallationen und nur 1/6 verglichen mit Stahlrohrsystemen. Hierdurch ist eine viel einfachere Handhabung gegeben und es werden Anwendungsbereiche erschlossen, in denen in Verbindung mit den besonderen Eigenschaften von PP-H, metallische Systeme ersetzt werden können.


Einfache Verbindung

Das Schweißen von PP-H Rohrsystemen erlaubt eine einfache Installation von Neusystemen und ein ebenso einfaches Modifizieren von bestehenden Systemen. Der Anwender hat dabei die Wahl zwischen den drei weit verbreitesten Schweißverfahren: Heizelement-Stumpfschweißen (HS), Heizelement- Muffenschweißen (HD) und dem Heizwendelschweißen (HM).


Rohrschellen

Rohrschellen müssen eine axiale Beweglichkeit gewährleisten, aber ein seitliches Auslenken ver-hindern. Rohrschellen aus Kunststoff mit und ohne Bügel erfüllen diese Anforderungen. Ebenso können metallische Schellen verwendet werden, welche jedoch Spiel zwischen Rohr und Schelle aufweisen müssen.


Unterstützung schwerer Rohrleitungsteile
Große Armaturen, Filter oder andere schwere Rohrleitungsteile sollten immer unabhängig von der Rohrleitung befestigt werden, um unzulässige Lasten vom Leitungssystem fernzuhalten. Z. B. können zum Zwischenflanschen von PPperrklappen anstatt Losflansche Armaturenbefestigungsplatten oder bei Kugelhähnen spezielle Kugelhahnhalterungen verwendet werden.


Rohrführung

Oberirdisch verlegte Rohrsysteme sollten so konzipiert werden, dass hinreichend Richtungsänderungen vorhanden sind, um Rohrlängenänderungen aufzunehmen. Über entsprechend ausgelegte Biegeschenkel und die zuvor beschriebenen Befestigungsmöglichkeiten wird ein gezielt axiales Ausdehnen ohne Auslenken erreicht. In jedem Fall kann die natürliche Rohrflexibilität ausgenutzt werden.
Festpunkte Bedingt durch die großen linearen Temperaturausdehnungskoeffizienten, die Kunststoffe haben, muss der Längenänderung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Eine gezielte axiale Ausdehnung kann durch Setzen von Festpunkten erreicht werden. Die Längenänderung wird dann durch entsprechende Biegeschenkel (bei Richtungsänderungen) oder durch Ausdehnungsbögen kompensiert.


Berechnung der Längenänderung

Das Ausdehnen und Zusammenziehen ist eine Funktion der mittleren Temperaturänderung in der Rohrwand. Die Temperaturen sind abhängig von den Umgebungsbedingungen und der Mediumstemperatur. In den meisten Fällen ist die Umgebung Luft und das zu fördernde Medium ist eine Flüssigkeit.


Dehnungsbögen

Reichen vorhandene Richtungsänderungen zur Kompensation nicht aus, können Dehnungsbögen in die Rohrleitung eingebaut werden.
 

Thermische Isolation und Begleitheizung
Besondere Bedingungen können auftreten, wenn die Rohre, bedingt durch die niedrige Wärmeleitfähigkeit, thermisch isoliert oder beheizt werden müssen. Für Isolierungen kann z. B. Mineralfaserwolle eingesetzt werden. Es ist aber unbedingt zu beachten, dass einige Bestandteile der Isolierungen oder Heizbändern, speziell bei solchen die aufgeklebt werden, Kunststoffe schädigen können. Deshalb muss vor Einsatz die Kompatibilität mit dem Rohr-/Fittingwerkstoff mit dem Hersteller des Isolierwerkstoffs geklärt werden.



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