|
Technische Daten Polyethylen
(PE) - Rohrsysteme
Mechanische Eigenschaften
>Dichte 0,958 g / cm 3
>Reißfestigkeit 38 MPa
>Elastizitätsmodul ca.1150 MPa
>Längenausdehnungskoeffizient 0,20 mm / m °C
>Vicat - Erweichungstemperatur 125 °C
>Thermische Leitfähigkeit 0,38 W / m °C
>Oberflächenwiderstand > 10 14 Ohm
Vorteile des PE Systems
Der Werkstoff PE 100
Alle unsere Rohre und Formteile werden aus dem Werkstoff PE 100 hergestellt. Der
Werkstoff PE
100 hat gegenüber dem Polyethylen Werkstoff PE 80 den Vorteil, dass er ein
größeres Elastizitätsmodul und eine größere Streckspannung besitzt. Diese
Eigenschaften prädestinieren den Werkstoff PE 100 für die Herstellung von
druckbeaufschlagten Rohrleitungssystemen.
Physiologische Unbedenklichkeit
Polyethylen entspricht in seiner Zusammensetzung den einschlägigen
lebensmittelrechtlichen Bestimmungen (z. B. KTW) und ist physiologisch
unbedenklich.
Chemische Beständigkeit
Der Werkstoff PE 100 gilt als hervorragend beständig gegenüber einer Vielzahl
von Säuren und Laugen. Bedingt beständig ist Polyethylen für den Einsatz mit
Kohlenwasserstoffen, Chlor und Ozon. Die chemische Beständigkeit hängt jedoch
von vielen Faktoren, wie z. B. der Betriebstemperatur, dem Betriebsdruck oder
anderen Einflüssen ab. In Einzelfällen können Sie dies in unserer
Beständigkeitsliste nachschlagen oder unsere Anwendungstechnik kontaktieren.
Temperatureinsatzbereich
Der Werkstoff PE 100 besitzt einen Temperatureinsatzbereich von 0°C bis +60°C.
Das niedrige Gewicht PE 100 Systeme wiegen nur die Hälfte verglichen mit
Kupferrohrinstallationen und nur 1/6 im Vergleich zu Stahlrohrsystemen.
Hierdurch ist eine viel einfachere Handhabung gewährleistet und es werden
Anwendungsbereiche erschlossen, in denen in Verbindung mit den besonderen
Eigenschaften von PE 100, metallische Systeme ersetzt werden können.
Einfache Verbindung
Das Schweißen von PE Rohrsystemen erlaubt eine einfache Installation von
Neusystemen und ein ebenso einfaches Modifizieren von bestehenden Systeme. Der
Anwender hat dabei die Wahl zwischen den weit verbreiteten Schweißverfahren
Heizelement-Stumpfschweißen (HS) und Heizwendelschweißen (HM). Rohrunterstützung
Häufig werden Rohre in abgehängten Rohrschellen geführt. Hierbei ist zu
beachten, dass diese Methode ein Auslenken der Rohre bei Längenänderungen nicht
verhindern kann. Deshalb müssen diese Konstruktionen möglichst stabil sein, aber
dennoch die axiale Bewegung des Rohres nicht beeinträchtigen. Die metallischen
Schellentypen dürfen keine scharfen Kanten oder Grate haben, die das Rohr
beschädigen könnten.
Unterstützung schwerer Rohrleitungsteile
Große Armaturen, Filter oder andere schwere Rohrleitungsteile sollten immer
unabhängig von der Rohrleitung befestigt werden, um unzulässige Lasten vom
Leitungssystem fernzuhalten. Z. B.
können zum Zwischenflanschen von Absperrklappen anstatt Losflansche
Armaturenbefestigungsplatten oder bei Kugelhähnen spezielle Kugelhahnhalterungen
verwendet werden.
Zulassungen
Bei folgenden Zertifizierungsstellen ist das PE System zugelassen:
® DVGW Deutschland
® Hygiene Institut, Gelsenkirchen Deutschland
® ÖVGW Österreich
® ÖN Österreich
® SVGW Schweiz
® IIP Italien
® AEM Italien
® Tumab Schweden
® Becetel Belgien
® IGNIG Polen
® Hungarian Mining Office Ungarn
® Gas Natural Spanien
® Argentinean Gas Institute Argentinien
® Central Laboratory Rumänien
® Centrul de Expertiza Technica Moldawien
® Lembaga Air Perak Malaysia
® Russian Hygenic APEroval Rußland
® WRc Water Byelaws Scheme Großbritannien
® British Gas Transco Großbritannien
® Nationals Standards Authority Irland
Rohrschellen
Rohrschellen müssen eine axiale Beweglichkeit gewährleisten, aber ein seitliches
Auslenken verhindern. Rohrschellen aus Kunststoff mit und ohne Bügel erfüllen
diese Anforderungen. Ebenso können metallische Schellen verwendet werden, die
jedoch Spiel zwischen Rohr und Schelle aufweisen müssen.
Rohrführung
Oberirdisch verlegte Rohrsysteme sollten so konzipiert werden, dass hinreichend
Richtungsänderungen vorhanden sind, um Rohrlängenänderungen aufzunehmen. Über
entsprechend ausgelegte Biegeschenkel und die zuvor beschriebenen
Befestigungsmöglichkeiten wird ein gezielt axiales Ausdehnen ohne Auslenken
erreicht. In jedem Fall kann die natürliche Rohrflexibilität ausgenutzt werden.
Festpunkte. Bedingt durch die großen linearen
Temperaturausdehnungskoeffizienten, die Kunststoffe haben, muss der
Längenänderung besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Eine gezielte axiale
Ausdehnung kann durch Setzen von Festpunkten erreicht werden. Die Längenänderung
wird dann durch entsprechende Biegeschenkel (bei Richtungsänderungen) oder durch
Ausdehnungsbögen kompensiert.
Thermische Isolation und Begleitheizung
Besondere Bedingungen können auftreten, wenn die Rohre, bedingt durch die
niedrige Wärmeleitfähigkeit, thermisch isoliert oder beheizt werden müssen. Für
Isolierungen kann z. B. Mineralfaserwolle eingesetzt werden. Es ist aber
unbedingt zu berücksichtigen, dass einige Bestandteile von Isolierungen oder
Heizbändern, speziell bei solchen die aufgeklebt werden, Kunststoffe schädigen
können. Deshalb muss vor Einsatz die Kompatibilität mit dem Rohr
-/Fittingwerkstoff mit dem Hersteller des Isolierwerkstoffs geklärt werden.
|